Parodontologie

Parodontitis (umgangssprachlich Parodontose)

 

Der folgende Text versucht nicht den Anspruch zu erheben,das komplexe Krankheitsbild Parodontitis in seiner Gänze zu erklären.

Er soll vielmehr dem interessierten Patienten einen Einblick geben.

 

 

Was ist eine Parodontitis?

 

 

Unter einer Parodontitis versteht man eine bakteriell bedingte chronische Entzündung des Zahnhalteapparates,also der Strukturen,die für den Halt des Zahnes im Knochen verantwortlich sind.

Dadurch bedingt kommt es zu einem Rückgang des die Zähne umgebenden Knochens.

 

Schätzungsweise 80% der 40-50 Jährigen leiden unter einer Parodontitis, weshalb man von einer Volkskrankheit sprechen kann.

 

 

Was ist so schlimm an dieser Krankheit?

 

 

Die Erkrankung bildet sich unbemerkt und schreitet bis auf Ausnahmen über Jahre hinweg schmerzfrei fort.

 

Es kommt zu einem stetigen Verlust an Knochensubstanz.

Einmal verlorengegangener Knochen lässt sich nicht wiederherstellen.

Unbehandelt führt sie zu einer Lockerung bis hin zum Verlust der Zähne.

 

Ursächlich für dieses Krankheitsbild sind sogenannte pathogene (krankmachende) Bakterien im Mundraum,die dort normalerweise nicht zu finden sind.

 

Über das Blutkreislaufsystem haben diese Bakterien Kontakt zu anderen Körperregionen.

Komplexe Krankheitsbilder wie beispielsweise Diabetes oder Herz- Kreislauferkrankungen werden negativ beeinflusst.

Wodurch kommt es zu einer Ausbildung dieser Krankheit?

 

 

Nicht immer lässt sich diese Frage bezogen auf den Einzelnen eindeutig beantworten, interessiert denn letztendlich auch vielmehr, wie sich diese Krankheit therapieren und somit stoppen/aufhalten lässt.

 

Für die Ausbildung der Krankheit müssen pathogene Bakterien in den Mundraum gelangen.

Üblicherweise geschieht dies über die Eltern (z.b. durch das Ablecken eines Löffels) oder den Partner.

 

Verschieden Bakterienarten sind unterschiedlich pathogen und somit mitverantwortlich für die Schwere des Krankheitsverlaufs.

Begünstigend wirkt sich eine unzureichende Mundhygiene auf die Vermehrung der Bakterien aus.

Neben Riskiofaktoren wie z.B. Rauchen spielt letztendlich auch die genetische Veranlagung eine Rolle.

 

 

Wie sieht die Therapie der Parodontitis aus?

 

In einer ersten Behandlungssitzung findet eine gründliche den Kronenanteil der Zähne umfassende Reinigung (Professionelle Zahnreinigung) statt.

Anschliessend werden Informationen über die parodontale Schädigung der Zähne gesammelt (Tiefe der Zahnfleischtaschen, Lockerung, Rückgang des Zahnfleisches etc.).

 

In weiteren Behandlungssitzungen werden die unterhalb des Zahnfleischsaums liegenden Zahnfleischtaschen gesäubert.

Dies findet unter einer lokalen Betäubung statt.

Optional kann mit einer biologischen Probeentnahme (Papierspitzen werden in die Zahnfleischtaschen gesteckt) über eine Laborbestimmung ein Profil der vorhandenen pathogenen Bakterien bestimmt werden, wodurch es möglich ist, die manuelle Therapie mit einer gezielten Gabe von Antibiotika zu unterstützen. 

Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend.

Neben einer optimierten Mundhygiene ist es essenziell, den Behandlungserfolg nach einer Parodontitistherapie durch weiterhin stattfindende regelmässige Professionelle Zahnreinigungen zu sichern.

Es ist nicht möglich, die pathogenen Bakterien komplett aus dem Mundraum zu eliminieren. Vielmehr wird versucht, deren Anzahl in Schach zu halten.

Das Ziel der gesamten Therapie ist es, einen weiteren Knochenverlust und somit ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern.

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